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Gsieser Tal Lauf 2022

Der größte Skimarathon Südtirols

Viele Topstars des Langlaufsports haben bisher am Gsiesertal-Lauf teilgenommen, viele davon scheinen auch auf der Sieger-Ehrentafel auf. So etwa der norwegische Olympiasieger und Weltmeister Anders Aukland oder der austro-russische Staffelweltmeister Michail Botwinow, weiters die italienischen Olympiasieger Silvio Fauner und Giorgio di Centa oder Ole Einar Björndalen, mit acht olympischen Goldmedaillen der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten. Anderen wiederum, wie der Langlauf-Legende Björn Dahlie (achtfacher Olympiasieger) oder dem Kasachen Wladimir Smirnow blieb ein Sieg im Gsiesertal verwehrt.  Im Jahre 2017 siegte auf der Marathondistanz der Staffelweltmeister 2015 in Falun, der Norweger Anders Gloersen. Als Sieger 2018 resultiert der russische Olympiasieger von Turin, Jewgeni Dementjew. Mit der Doppel-Olympiasiegerin und 4-fachen Weltcupsiegerin Justyna Kowalczyk aus Polen trug sich 2019 eine der schillerndsten Figuren der Langlaufszene in die Siegerlisten ein. Als aktuelle Titelverteidiger von 2020 scheinen auf der Marathondistanz in der freien Technik die italienischen Nationalläufer Mirko Bertolina und Sara Pellegrini auf. Die aktuellen Sieger im Diagonalrennen sind Mauro Brigadoi (ITA) sowie Klara Moravcova (CZE)

Einen ganz besonderen Rekord hat der Gsiesertal-Lauf: Seit der ersten Ausgabe im Jahre 1984 ist das Rennen witterungsbedingt nicht ein einziges Mal ausgefallen. Und darauf sind die Organisatoren rund um Präsident Walter Felderer mächtig stolz. In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein zaubern die Organisatoren selbst dann eine Loipe in die Landschaft, wenn der gesamte Alpenbogen unter chronischem Schneemangel leidet. Eine Tatsache, die die Langlauf-Begeisterten aus aller Welt sehr schätzen.
Im Jahr 2021 erfolgte allerdings aufgrund höherer Gewalt (Corona) eine Absage.

Mit über 2.300 Teilnehmern kommen jährlich genauso viel Teilnehmer, wie das Tal Einwohner hat. In der Zwischenzeit registrieren wir 68.025 „Finisher“ aus allen Erdteilen. Verwunderlich ist das nicht, sind doch jährlich Langläufer aus bis zu 40 Nationen am Start um die Einzigartigkeit des Gsiesertal-Laufes zu genießen.

In der Loipe können sie das über 30 oder 42 km erleben und zwar in der klassischen oder in der freien Technik. Wer den Kampf gegen die Uhr scheut, kann auf der Originalstrecke im Rahmen des „Just for Fun“ mitmachen. Der Nachwuchs aus Nah und Fern ermittelt auf einer 3 km- oder 5 km langen Schleife im Rahmen des „Mini-Gsiesers“ seine Sieger. Die 42-km-Schleife verbindet die drei Hauptorte des Gsiesertales im Nordosten Südtirols mit Taisten. Von St. Marin führt die Strecke zuerst talauswärts Richtung Pichl, weiter nach Taisten (Gemeinde Welsberg/Taisten), dann wieder zurück und vorbei an St. Martin, hinauf nach St. Magdalena zum Talschluss und dann wieder retour nach St. Martin. Die Strecke ist meist flach, die 200-m-Steigung Richtung St. Magdalena hat es allerdings in sich. Hier fällt meistens die Entscheidung über den Sieg.

Einzigartig ist der „Gsieser“ auch wegen der Verwurzelung und des Zusammenhalts im Einzugsgebiet. Alle 17 Amateursportvereine sind in die Organisation eingebunden, 450 freiwillige Helfer sorgen dafür, dass es den Teilnehmern an nichts fehlt.

Einzigartig ist nicht nur die Landschaft inklusive Dolomitenblick, einzigartig ist auch die Verköstigung. Die besten Köche des Tales versorgen jährlich gemeinsam mit 30 Küchengehilfen die Teilnehmer an den 7 Verpflegungsstellen entlang der Strecke und im Festzelt in St. Martin. Höhepunkt des Gourmet-Menüs ist der Apfelstrudel – 250 Laufmeter braucht es, um alle Gaumen zu befriedigen. Kein Wunder, dass die Bettenkapazität im Tale schon längst nicht mehr reicht, um alle Teilnehmer und Gäste unterzubringen.

Und wenn selbst die Langlauf-verrückten Skandinavier immer zahlreicher ins Gsieser Tal kommen, dann ist das wohl der beste Beweis für die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung.
Der Gsiesertal-Lauf findet jährlich am dritten Wochenende im Februar statt. Am Samstag, 19. Februar 2022 im klassischen Stil, am Sonntag, 20. Februar indessen in der freien Technik.

 

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