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Mitterbad Ulten

Tal der Bäder

Mitterbad (961 m) ist ca. 3 km vom St. Pankraz im Ultental entfernt. Abzweigung am km 11,5 Richtung Mitterbad und Buchen. Die erste Erwähnung findet Mitterbad im Jahre 1418 als „Walcherguet in Vlten in mitern Pad“.

Es war schon seit jeher weitum bekannt und viel besucht. Bereits Anfang des 19. Jh. galt es als eines der meistbesuchten Bäder im deutschen Raum. Viele bekannte Persönlichkeiten statteten dem Bad einen Besuch ab, darunter Otto von Bismarck (im Jahre 1840 und 1843), die Kaiserin Elisabeth von Österreich (im Jahre 1871, 1889 und 1897), die Brüder Heinrich und Thomas Mann (im Jahre 1901 einen langen Sommer) und der Maler Franz von DefreggerThomas Mann beendete in Mitterbad seinen Roman über die Buddenbrooks.

Es gab Wannen aus Holz für die einfachere Bevölkerung, die, nach Geschlechtern getrennt, in zwei Räumen baden konnte. Für die vornehme Kundschaft gab es eigene Marmorwannen in Einzelheiten.

Die Kapelle zu den Heiligen Kosmas und Damian wurde bereits im 17. Jh. gebaut und um das Jahr 1840 verlegt und neu aufgebaut.

Die Blütezeit erlebte das Mitterbad im 19. Jh. bis ins Jahr 1919, in welchem es verkauft wurde. In den nachfolgenden Jahren wechselte das Bad oft den Besitzer. Es wurde noch bis in das Jahr 1971 betrieben.

Aufgrund seiner eisen- und magnesiumhaltigen Heilquellen zählte Mitterbad einst zu einem der beliebtesten Bäder Deutschtirols.

Das Wasser wurde schon seit jeher als besonders heilkräftig beschrieben. Es wurde eingesetzt als Trinkkur und für Bäder unter anderem gegen Blutarmut, Frauenleiden, Nervenerkrankungen, Verletzungen, Hautkrankheiten und Verdauungsstörungen. Es entspringt in einem Stollen aus dem Bozner Quarzporphyr (1050 m), der sich, etwa 40 Fußminuten entfernt vom Badgebäude, im Marauntal unweit der geologischen Trennfuge der Judikarienlinie, befindet.

 

@ Quelle Ultental-Valdultimo

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