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Was tun bei Waldbränden?

Sicherheit und Zivilschutz

Südtirols Landesfläche ist zu 45 Prozent mit Wald bedeckt, wie die Landesforstbehörde (Externer Link)erhoben hat. Diese Fläche gilt es, zuallererst vor Bränden zu schützen. Trotzdem sollten Sie wissen, wie Sie sich im Falle eines Waldbrandes zu verhalten haben. Hier kommen die Antworten auf die wichtigsten Fragen, zur Vermeidung von Waldbränden ebenso wie zum Verhalten im Brandfall.

Was muss zusammenkommen, damit ein Waldbrand entsteht?

Trockenes Gras, Laub und Holz sind hervorragende Brennstoffe. Damit ist eine Bedingung für ein Feuer im Wald bereits mehr als erfüllt. Zweite Bedingung ist das Vorhandensein von Sauerstoff, ohne den es keinen Verbrennungsprozess geben kann. Aber auch der ist im Übermaß vorhanden. Was fehlt, ist dann nur mehr die nötige Energie zum Entzünden des Feuers – und damit die Frage nach der Brandursache.

Welche Ursachen gibt es für einen Waldbrand?

Brandursachen können natürlich (etwa durch Blitzschlag) und anthropisch sein, also auf den Menschen zurückzuführen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass der Brand gelegt wurde (in diesem Fall spricht man von Vorsatz). Vielmehr können Menschen Waldbrände zufällig auslösen (z.B. durch einen Kurzschluss oder durch Funken, die beim Betrieb einer Maschine entstehen) oder auch fahrlässig, dann nämlich, wenn brennendes Material achtlos weggeworfen wird. Besonders waldbrandgefährdet sind heiße, windige Tage, die den Wald austrocknen und so leicht entzündlich machen. Fehlen über Wochen ausreichend Niederschläge, trocknet der Wald ebenfalls aus, wodurch ein Waldbrand leicht entsteht und sich schnell ausbreitetWie vermeidet man einen Waldbrand?

Es mag logisch klingen, trotzdem kann man es nicht oft genug wiederholen: Am besten vermeidet man einen Waldbrand, indem man im Wald kein Feuer entzündet. Feuer im Wald ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten (Externer Link). Das gilt auch für das Anzünden von Stroh oder Reisig. Eine weitere häufige Brandursache ist das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln oder Streichhölzern, das es unbedingt zu unterlassen gilt. Zudem sollte man beim Abstellen des Autos auf einem Waldparkplatz immer kontrollieren, dass der heiße Auspuff kein leicht brennbares Material (Laub, trockenes Gras, Nadeln) berührt.

Was tun, wenn der Wald brennt?

Zwei Schritte sind bei einem Waldbrand umgehend zu setzen, am besten gleichzeitig. Zum einen sollte man umgehend Alarm bei der Feuerwehr schlagen, indem man die Notrufnummer wählt. Gleichzeitig geht es darum, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen, indem man einen sicheren Fluchtweg sucht. Ein solcher kann eine Straße sein, auf der Sie schnell vorankommen und die Abstand zu den Flammen schafft, es kann aber auch ein Bach- oder Flusslauf sein. Sollte der Fluchtweg abgeschnitten sein, sollte man sich ein vegetationsloses Plätzchen suchen, um sich dort auf den Boden zu legen. So ist man zumindest vor dem Rauch sicher, der meist in die Höhe steigt.

Was tun, wenn man nicht unmittelbar vom Waldbrand betroffen, aber Augenzeuge ist?

Ist bereits Alarm geschlagen, sollte man einen Waldbrand nicht als Spektakel betrachten, das es von der Nähe aus zu beobachten gilt. Schaulustige können bei einem Waldbrand zum Problem werden, verstopfen sie doch ohnehin bereits meist schmale Zufahrtswege zum Brandherd und behindern so die Lösch- und Rettungsarbeiten. Zudem können drehende Winde dafür sorgen, dass man schnell vom Zuschauer zum Gejagten eines Waldbrandes wird. Also: Verlassen Sie den Schauplatz des Waldbrandes und lassen Sie die Feuerwehr ihre Arbeit tun!

@ Quelle Autonome Provinz Bozen – Südtirol

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